Auf den Spuren der Romanik in Nordportugal

Im Laufe der zweiten Hälfte des 11. Jh. und zu Beginn des 12. Jh. kam es zu einer Reihe von Umbrüchen, die zum Erscheinen und zur Ausbreitung des romanischen Stils beitrugen. Entdecken Sie die Kunst und die Architektur der Romanik im Norden Portugals.  

Associação de Municípios do Vale do Sousa CC BY-NC-SA 3.0

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Granit, das landesweit und speziell in dieser Region im Überfluss vorhanden ist, ist das bevorzugte Baumaterial der romanischen Architektur in Portugal. Verschiedene Bauten aus dieser Zeit existieren noch heute. Einige zeigen schlichte Formen und Verzierungen, die sich vor allem an den Kapitellen, den Säulen und den Archivolten der Portale finden. Andere wiederum weisen komplexe Formen auf. Allen gemeinsam ist jedoch das einmalige Aussehen, das der extrem harte Stein diesen Monumenten verleiht.

Warum Sie hierher kommen sollten

  • Kulturerbe
  • Architektur
  • Geschichte
  • Gastronomie und Weine

Eine Reise durch die Minho-Region

Reisen Sie auf Flüssen und durch grüne Gebirge und entdecken Sie auf einer Rundreise 11 romanische Kirchen. Die Bauten aus dem 12. und 13. Jh., deren Besuch wir Ihnen lebhaft empfehlen, befinden sich in Viana do Castelo, Caminha, Valença, Monção, Melgaço und Paredes de Coura.

Beginnen Sie Ihre Fahrt im historischen Zentrum von Viana do Castelo, wo sich die Kathedrale erhebt. Bei dem zu Ehren der Santa Maria Maior errichteten Gebäude ist besonders auf die den Mareantes, den Seeleuten, gewidmete Kapelle, die Skulpturengruppe und den Portikus hinzuweisen, der dem von S. Martín de Noya (Galizien) stark ähnelt. 

In der an der Mündung des Lima-Flusses gelegenen Stadt, die stark von den portugiesischen Entdeckungen profitierte, sollten Sie den Berg Santa Luzia hinaufsteigen. Von diesem Wahrzeichen der Stadt aus bietet sich Ihnen ein herrlicher Panoramablick auf den Lima-Fluss, das Meer, den Berg und die zur Ihren Füßen gelegenen Häuser. 

Anschließend führt Sie die Reise nach Caminha und zu der aus dem 13. Jh. stammenden Kapelle São Pedro de Varais. Das Gebäude wurde zur Zeit der Spätromanik errichtet und weist regionale Einschläge auf. Im Innern können Sie Reste eines Freskos aus dem 15. Jh. bewundern. 

In Valença sollten Sie die zu einem Benediktinerkloster gehörende Kirche São Salvador de Ganfei und die Kirche Sanfins de Friestas, ein romanischer Bau aus dem 12. Jh., besuchen. In Monção lohnt sich ein Blick in die gotische Hauptkirche mit romanischen Portal. 

Fahren Sie weiter nach Melgaço, wo Sie die Kirche S. Salvador de Paderne, die Kapelle Nossa Senhora da Orada, die Kirche Santa Maria de Fiães und die Hauptkirche von Castro Laboreiro, einem schlichten Bau der Romanik, besichtigen können. 

In Paredes de Coura steht die Kirche S. Pedro, ein romanischer Bau aus dem 12. Jh. mit einem Turm aus dem 17. Jh. Im Innern sind Wandmalereien zu sehen, insbesondere Darstellungen des hl. Antonius und des Erzengels Michael, der über den Teufel triumphiert.

Was Zu Tun

  • Besuchen Sie die Konzerte des Festival Paredes de Coura, vom 13. bis 17. August (www.paredesdecoura.com)
  • Besuchen Sie die Veranstaltungen der Kulturhauptstadt Guimarães 2012 (http://www.guimaraes2012.pt/)
  • In der Minho-Region können Sie ein Weingut, auf dem der Vinho Verde erzeugt wird, besuchen.

Nutzen Sie Ihren Aufenthalt in der Minho-Region, um etwas zu essen. Im Land des Vinho Verde weckt Ihnen ein erfrischendes Glas Wein den Appetit für die Köstlichkeiten der Region, z. B. die Gerichte mit Aal und Maifisch, Stockfisch à la Gil Eanes, eine Forelle mit Schinken nach Minho-Art, das typische Schmorfleisch Papas de Sarrabulho, das Sie auch wahlweise mit Reis bestellen können, oder die Rojões, gewürfeltes Schweinefleisch. Vergessen Sie auch nicht die Eintöpfe, ein Zicklein aus den Bergen oder eine „Caldeirada de Cabra Nova“ aus dem Gerês. 

Das wird Ihnen gefallen

  • die Gastronomie der Minho-Region, die regionale Küche, die zu den besten Portugals zählt 

Im Vale do Sousa

Im Vale do Sousa führt uns die Rota do Românica auf eine anregende Reise in die Romanik und zu 21 geschichtsträchtigen Orten.

Begeben Sie sich auf eine Reise in die Vergangenheit voller Legenden und Geschichten über die Gründung der portugiesischen Nation. Folgen Sie jahrhundertealten Pfaden und gelangen Sie zu Orten voller Tradition.

Besuchen Sie das Kloster Santa Maria de Pombeiro in Felgueiras, eines der wichtigsten Benediktinerkloster der Region Entre-Douro-e-Minho. Achten Sie auf die Kapitelle am Hauptportal. Sie sind in ihrer Gesamtheit ein bewundernswertes Beispiel für die Bildhauerei der Romanik.

Besuchen Sie auch die Kirche von Sousa, die Teil einer Klosteranlage aus dem 13. Jh. ist, und die Kirche Salvador de Unhão, die aus dem 12. Jh. stammt. Das Hauptportal zeigt mehrere mit Pflanzenmotiven verzierte Kapitelle. Sie zählen zu den am schönsten gearbeiteten Steinmetzarbeiten der Romanik in Nordportugal.

Zum Schluss sollten Sie noch einen Blick in die Kirche São Mamede de Vila Verde, die erstmal im Jahr 1220 erwähnt wird, und die Kirche Santa Maria de Airães werfen. Letztere ist ein beeindruckendes Beispiel für die lange Präsenz des romanischen Baustils im Vale do Sousa.

In Lousada sollten Sie den Torre de Vilar besichtigen. Es handelt sich hier nicht nur um einen reinen Schutzbau, sondern um ein Symbol für die Herrschaft des Adels über die Region. Auch ein Besuch in der Kirche Salvador de Aveleda, ein Zeugnis für die Beständigkeit der romanischen Formen in der mittelalterlichen Architektur Portugals, ist empfehlenswert.

Die Brücken von Vilela (Aveldea) und Espindo (Meinedo) sowie die Kirche von Santa Maria de Meinedo sind weitere Beispiele der Romanik in diesem Kreis.

In Paços de Ferreira sticht die zum Klosterkomplex São Pedro de Ferreira gehörende Kirche hervor, die eines der eigentümlichsten Monumente der portugiesischen Romanik ist.

Das Kloster São Pedro de Cête, die Kapelle Nossa Senhora do Vale, die Burg Aguiar de Sousa (Paredes), das Kloster Salvador de Paço de Sousa, das Monument Momorial da Ermida, die Kirche São Pedro de Abragão, die Kirche São Gens de Boelhe, die Kirche Cabeça Santa, die Kirche São Miguel de Entre-os-Rios (Penafiel), die Kirche Sobrado (Castelo de Paica) sind weitere Sehenswürdigkeiten, die es zu entdecken gibt.

Was Sie wissen müssen

  • Im Vale do Sousa lädt Sie die Rota do Românico zu einer Reise zu 21 historischen Stätten ein;
  • Ein Besuch der Monumente der Rota do Românico sollte mindestens drei Tage im Voraus reserviert werden (www.rotadoromanico.com)
  • Der Granit ist das vorherrschende Baumaterial der romanischen Architektur in Portugal, weil dieses Material in Portugal und speziell in dieser Region im Überfluss vorhanden ist.

Weitere Kirchen

Neben diesen 11 Kirchen gibt es Kathedralen, die Festungen gleichen und die ebenfalls einen Besuch lohnen, z. B. die Kathedralen von Porto und Braga. Ihre Architektur stammt aus den Anfängen des portugiesischen Königreichs, das mit der Romanik zusammenfällt, und spiegelt die Unsicherheit der damaligen Zeit wieder.

Lernen Sie auch Guimarães kennen, die Wiege der Nation und heute Weltkulturgut, sowie Braga, das seit dem 6. Jh. ein religiöses Zentrum ist.

Übernachten Sie in einem der zahlreichen Herrenhäuser und den aus Granit erbauten Adelspalästen, die für Touristen hergerichtet wurden und wo Sie die jahrhundertealte portugiesische Gastfreundschaft kennenlernen können. Oder entscheiden Sie sich für ein Gasthaus, wo Sie gleichzeitig vollen Komfort und die ursprünglichsten Traditionen genießen können. 

Anreise

Nach Porto bestehen Low-Cost-Flüge z. B. von London, (Stansted und Gatwick), Paris (Beauvais, Orly, Vatry und Charles de Gaulle) Marseille, Lille, Tours, St. Etienne, Bologna, Bordeaux, Lion, Toulouse, Madrid, Barcelona El Prat, Teneriffa, Valencia und Palma de Mallorca.

Es bestehen außerdem Low-Cost-Verbindungen zwischen Liverpool, Las Palmas, Carcassonne, Rodez und Nantes, allerdings nur im Sommer.

Flugverbindungen zu normalen Tarifen bestehen von London (Gatwick), Madrid, Barcelona und Paris (Orly) aus.

Die beste Art, um vom internationalen Flughafen Francisco Sá Carneiro ins Stadtzentrum von Porto zu gelangen, ist mit dem Metro. Die Fahrt dauert circa 30 Minuten.

Um nach Viana do Castelo zu gelangen, das 60 km vom Flughafen Porto entfernt ist, nehmen Sie die A28/IC1 oder die EN13. Um nach Vale do Sousa zu gelangen folgen Sie der A41/A21 (Matosinhos/Lousada), der A11 (Esposende/Marco de Canaveses) oder der A4 (Matosinhos/Bragança).

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