Museums and monuments in northern Portugal

The Northern Portugal is a haven of monuments, ranging from Roman remains to beautiful modern architecture buildings. Visiting its museums will shed some light on the history and culture of a region that respects its ancestors. 

CC BY-NC-ND - Fundação de Serralves

CC BY-NC-ND - Associação de Turismo do Porto e Norte, AR

CC BY-NC-ND - José Paulo Ruas

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Warum Sie hierher kommen sollten

  • Geschichte und Kultur
  • Kulturerbe
  • Kunst
  • Architektur

In der zum Weltkulturerbe zählenden Altstadt von Porto wird jeder von den teils unübersehbaren, teils ganz unvermutet auftauchenden Denkmälern in den Bann gezogen. Vom Praça da Ribeira aus ist ein Meisterwerk der Stahlbaukunst kaum zu übersehen, die Ponte D. Luís I. Sollte Sie diese Brücke an ein anderes berühmtes Bauwerk aus Stahl erinnern, so ist das kein Zufall. Sie wurde nämlich von Teófilo Seyrig entworfen und gebaut, der auch mit Gustave Eiffel zusammenarbeitete. Werfen Sie einen Blick auf die schmalen Häuser und den typischen Granit des Viertels Ribeira. Gehen Sie auf Entdeckungsreise in die engen Gassen oder folgen Sie dem Fluss bis zum Praça do Cubo. Wussten Sie übrigens, dass die Stadt Porto einst von einer Stadtmauer umgeben war? Von der im 15. Jh. errichteten Mauer hat sich nur dieser Teil bis heute erhalten. Über die Anlegestelle Postigo do Carvão erfolgte der Austausch der im Fluss ankernden Schiffe und der Rua Fonte Taurina, einer der ältesten Straßen der Stadt.

Im Viertel Ribeirinha können Sie noch das Casa do Infante mit dem Stadtarchiv besuchen. Hier soll der Infant D. Henrique, die treibende Kraft hinter den portugiesischen Entdeckungsfahrten, geboren worden sein. Im Casa do Infante sind außerdem Überreste aus der Römerzeit und ein Modell des mittelalterlichen Porto zu sehen.

Nur wenige Schritte weiter oben befinden sich zwei ganz besondere Schmuckstücke der Stadt: die Igreja de São Francisco und der Palácio da Bolsa. Die Kirche stammt aus dem 13. Jh., wurde jedoch mehrfach umgestaltet. Unter anderem wurden vergoldete Schnitzereien und Rokokoelementen hinzugefügt. Das komplett mit Gold überzogene Innere der Kirche versetzt jeden Besucher in Staunen.

Der Anfang des 20. Jh. fertiggestellte Palácio da Bolsa befindet sich gleich neben der Igreja de São Francisco. Das Gebäude der ehemaligen Börse wurde vom Kaufmannsverein Porto in den Ruinen des alten Kreuzgangs des Convento de São Francisco errichtet. Eine Führung durch den Palast mit dem luxuriösen Salão Árabe ist ein beeindruckendes Erlebnis, das sich wirklich lohnt.

Der kurze Weg vom Palácio da Bolsa bis zur Kathedrale dauert zu Fuß circa 10 Minuten und bietet an jeder Straßenecke die Gelegenheit, das historische Erbe Portos kennenzulernen: den alten, aus Stahl errichteten Mercado Ferreira Borges; den aus der Gotik stammende Convento de São Domingos; und den Bahnhof São Bento, dessen Eingangshalle für ihre Azulejos mit Szenen aus der Geschichte Portugals berühmt ist. Bei der Kathedrale lohnt sich ein Besuch im Inneren des Gebäudes, um die barocke Ornamentik zu bewundern. Halten Sie einige Minuten auf dem Platz der Kathedrale inne. Werfen Sie auch einen Blick auf den eindrucksvollen Bischofspalast, der von dem italienischen Architekten Nicolau Nasoni entworfen wurde. Dieser Architekt hat Porto geprägt und unter anderem auch das Wahrzeichen der Stadt, den Torre dos Clérigos, geschaffen.

Ein Besuch auf dem Turm und in der Kirche gehören zum Pflichtprogramm. Wenn Sie körperlich fit sind, sollten Sie Sie den Turm hinaufsteigen, um sich mit den Glocken den Blick auf die Stadt zu teilen.

Entfliehen Sie dem Trubel der Straße und betreten Sie das nur wenige Meter entfernte Centro Português de Fotografia. Hier können Sie wechselnde Fotoausstellungen sowie eine Dauerausstellung mit Fotoapparaten und Zubehör (vom 19. Jh. bis heute) besichtigen. Das Gebäude des Centro Português de Fotografia diente übrigens bis 1974 als Gefängnis.

Das wird Ihnen gefallen

  • Der goldene Glanz der Igreja de São Francisco und der Salão Árabe im Palácio da Bolsa, die sich beide in Porto befinden.
  • Die 240 Stufen des Kirchturms Torre dos Clérigos hinaufzusteigen und von dort die einmalige Aussicht auf die Stadt zu genießen.
  • Sich in der Weite des Mosteiro de Tibães zu verlieren, einem der großartigsten Klöster des Landes.
  • Sich im riesigen Wehrturm der Burg von Bragança vorzustellen, von hier aus die Grenzen des Landes zu bewachen. 

Eines der wichtigsten Museen der Stadt ist das Museu Nacional Soares dos Reis. Es beherbergt einen Großteil des Nachlasses dieses portugiesischen Bildhauers, dessen Namen es auch trägt. Betrachten Sie in aller Ruhe die Skulptur „O Desterrado“, das bekannteste Werk des Künstlers, sowie die Kunstsammlungen. Wenn Sie zeitgenössische Kunst lieben, sollten Sie das Museu de Arte Contemporânea in der Fundação de Serralves besichtigen. Das Programm dieses Museum bietet wechselnde Ausstellungen mit nationalen und internationalen Künstlern. Nutzen Sie im Park die Gelegenheit für einen Besuch im Casa de Serralves, das repräsentativste Beispiel für die Architektur des Art déco in der Stadt. Hier finden übrigens auch Ausstellungen statt.

Außerhalb Portos können Sie das in Amarante gelegene Museu Municipal Amadeo de Souza Cardoso besuchen, das moderne, zeitgenössische portugiesische Kunst zeigt. Besonders erwähnenswert sind einige avantgardistische Künstler des 20. Jh., wie Amadeo de Souza Cardoso, Júlio Resende und Vieira da Silva.

Ebenfalls einen Besuch wert sind das Museu de Arqueologia D. Diogo de Sousa in Braga, mit einer großen Sammlung römischer Fundstücke; das Museu do Traje in Viana do Castelo, in dem das Wissen um die Traditionen und Trachten der Stadt und der Region Minho bewahrt und zugänglich gemacht wird; das Museu do Douro in Peso da Régua, das einen tiefen Einblick in die Geschichte der Region und ihre Weinbautraditionen erlaubt.

Religiöse Tradition

Wenn man in die Region Minho kommt, so vervielfacht sich die Anzahl an religiösen Denkmälern und Museen. Braga, eine der ältesten Städte Portugals und der christlichen Welt, ist das Sinnbild dieser frommen Kultur, die für einige der eindrucksvollsten religiösen Bauten des Landes gesorgt hat. Ein Besuch der Museums-Schatzkammer in der Kathedrale von Braga sowie des Bischofspalasts sind Pflicht.

Wenn Sie dem Stadtzentrum etwas entfliehen wollen, dann steigen Sie doch zum Santuário do Bom Jesus do Monte hinauf. In dem Heiligtum erwartet Sie, neben zahlreichen religiösen Bauten, ein herrlicher Blick auf die Stadt. Rund 6 Kilometer von Braga entfernt befindet sich das Mosteiro de Tibães. Das im 17. Jh. erbaute Kloster gehört zu den größten des Landes. Verlieren Sie sich in den vier Kreuzgängen und lassen Sie sich von der üppigen Ornamentik überraschen. Besuchen Sie an der Küste der Region Minho, in Viana do Castelo, die Basílica de Santa Luzia, die von der Pariser Basilika Sacré Coeur inspiriert wurde.

Im Nationalpark Peneda-Gerês können Sie das Heiligtum Santuário da Senhora da Peneda besuchen und sich der Herausforderung der monumentalen Treppen stellen. So können Sie die 20 kleinen Kapellen besichtigen, die Ausschnitte aus dem Leben Jesu zeigen. In der Region Trás-os-Montes, empfehlen wir ihnen, den Monte Farinha in Mondim de Basto (Distrikt Vila Real) hinaufzusteigen. Hier befindet sich das Heiligtum Santuário Nossa Senhora da Graça mit einer überwältigenden Aussicht auf die Berge der Region.

Als Alternative können Sie in Lamego das Santuário de Nossa Senhora dos Remédios besuchen. Hier lockt eine Barocktreppe mit insgesamt 686 Treppenstufen mit den für die Region so typischen Granit und Fliesen, den Azulejos. Gut 10 Kilometer entfernt, in Tarouca, befindet sich das im 12. Jh. erbaute Mosteiro de São João. Es handelt sich um das erste von Zisterziensern in Portugal gegründete Kloster.

Wenn Sie zeitgenössische Architektur schätzen, können Sie auch der Igreja de Santa Maria in Marco de Canavezes einen Besuch abstatten. Diese wurde vom portugiesischen Architekten und Träger des Pritzker-Architektur-Preises, Siza Vieira, entworfen.

Was Zu Tun

  • Besuchen Sie die Museen der Stadt Porto, insbesondere das Museum für zeitgenössische Kunst Serralves.
  • Entdecken Sie das historische Erbe und die religiöse Tradition Portugals in den Kirchen und Klöstern der Region.
  • Besuchen Sie die Burgen an der Grenze und probieren Sie einen Alvarinho-Wein in den Anbaugebieten von Melgaço oder Monção. 

Wie ein König

Im Norden Portugals befinden sich die meisten Burgen in Grenznähe zu Spanien, schließlich dienten Sie dem Schutz der Bevölkerung vor Invasoren. Bragança, in der Region Trás-os-Montes, hat seine Burg sowie eine mittelalterliche Zitadelle bewahrt, und beeindruckt mit dem riesigen Wehrturm. In diesem ist ein Militärmuseum untergebracht, das die Geschichte der Burg erzählt und leichte Waffen aus der Zeit ab dem 12. Jh. bis zum Ersten Weltkrieg zeigt. An der ganzen Grenze der Region Trás-os-Montes entlang stoßen Sie auf Burgen, wie Miranda do Douro, Mogadouro, Freixo de Espada à Cinta und Numão. (Letztere liegt übrigens im Parque Arqueológico do Vale do Côa, in dem Sie auch Felsgravuren besichtigen können).

In der Region Trás-os-Montes, genauer in der Gemeinde Vila Real, können Sie auch den Palácio de Mateus besichtigen. Dieser Palast wurde von Nicolau Nasoni entworfen und gehört zu den repräsentativsten Bauten barocker Architektur in Portugal. Weltberühmt wurde er jedoch durch das Etikett der international bekanntesten portugiesischen Weinmarke Mateus Rosé, auf dem er abgebildet ist.

Wie Trás-os-Montes, so verfügt auch die Region Minho über Burgen, die ehemals dem Schutz der portugiesischen Grenzen dienten. Besuchen Sie die Burg von Vila Nova de Cerveira, mit Blick auf den Minho-Fluss. Gehen Sie am Flussufer bis zum Freizeitpark Castelinho. Besuchen Sie hier das Aquamuseu am Minho-Fluss, wo Sie die im und am Fluss lebende Tier- und Pflanzenwelt näher kennenlernen können. Sollten Sie zur Zeit der Bienale der Plastischen Künste in der Stadt sein (sie findet alle zwei Jahre statt), können Sie verschiedene zeitgenössische Kunstwerke nationaler und internationaler Künstler betrachten.

Der nächste Halt ist weiter im Landesinneren, bei dem Castelo de Melgaço. Im 12. Jh. ebenfalls am Minho-Fluss erbaut, diente sie zum Schutz des Übergangs zwischen Portugal und der spanischen Region Galizien. Besuchen Sie in der Altstadt von Melgaço den Solar do Alvarinho. Dort können Sie den aus dieser Rebsorte hergestellten Wein probieren, der in dieser Region in großen Mengen hergestellt wird.

Der Alvarinho-Wein ist eng mit dem Palácio da Brejoeira verbunden, der sich in der Gemeinde Monção befindet. Der Palast aus dem 19. Jh. hat seine Pforten erst vor Kurzem für die Öffentlichkeit geöffnet. Besuchen kann man nun auch die Gärten, den Wald, die Weinberge und den Weinkeller. Schließen Sie den Rundgang mit einer Probe des für die Region typischen Alvarinho-Weins ab.

Lassen Sie die Region Alto Minho hinter sich und fahren Sie weiter Richtung Guimarães (rund 110 km), bis zur bekanntesten Burg Portugals. Die Burg von Guimarães ist militärisch eng mit der Gründungsgeschichte Portugals verbunden. Sie war Schauplatz mehrerer Schlachten zwischen dem ersten König Portugals, D. Afonso Henriques, und den kastilischen Truppen. Beenden Sie Ihren Ausflug beim Paço dos Duques de Bragança, das dem portugiesischen Königshaus als Residenz diente. Heute beherbergt er eine Ausstellung mit Möbeln, Waffen und Wandteppichen sowie ein kleines Museum für zeitgenössische Kunst.

Übernachten Sie in der Pousada de Santa Marinha da Costa. Das imposante Gebäude liegt mitten in der Bergslandschaft des Bergs von Penha, in einem ehemaligen Kloster aus dem 12. Jh. 

Was Sie wissen müssen

  • Das Museu Municipal Amadeo de Souza Cardoso befindet sich an der Straße Alameda Teixeira de Pascoaes, in Amarante.
  • Das Mosteiro de Tibães befindet sich in der Rua do Mosteiro, Mire de Tibães, in Braga.
  • Der Palácio de Mateus (http://www.casademateus.com/) befindet sich am Platz Morgados de Mateus, in Vila Real.
  • Der Palácio da Brejoeira (www.palaciodabrejoeira.pt) befindet sich im Ortsteil Pinheiros, in Monção, an der Straße N101.
  • Die Pousada de Santa Marinha da Costa befindet sich am Platz Domingos Leite de Castro, Lugar da Costa, in Guimarães.

Anreise

Es bestehen verschiedene direkte Flugverbindungen nach Porto. Sollten Sie sich für einen Low-Cost-Carrier entscheiden, so gibt es Verbindungen ab London (Stansted und Gatwick), Birmingham, Paris (Beauvais, Orly, Vatry und Charles de Gaulle), Marseille, Dole, Lille, Straßburg, Tours, St-Etienne, Saint-Étienne, Bordeaux, Lyon, Nantes, Madrid, Barcelona El Prat, Valencia, Mailand Bergamo, Rom Ciampino, Brüssel (Charleroi und Zaventem), Eindhoven, Maastricht, Amsterdam, Genf, Basel-Mulhouse, Dortmund, Frankfurt Hahn, Karlsruhe Baden, Nürnberg, Hamburg Lübeck, München Memmingen und Düsseldorf Weeze.

Im Sommer fliegen Low-Cost-Carrier ab Liverpool, Dublin, Bologna, Toulouse, Clermont Ferrand, Carcassonne, La Rochelle, Limoges, Rennes, Limoges, Rennes, Las Palmas, Palma de Mallorca, Teneriffa und Bremen.

Mit traditionellen Fluggesellschaften erreichen Sie Porto ab London (Gatwick und Heathrow), Madrid, Barcelona, München, Frankfurt, Paris Orly, Caracas, Genf, Luxemburg, Amsterdam, Mailand Malpensa, Zürich, New York, São Paulo, Rio de Janeiro, Brüssel Zaventem, Rom Fiumicino, Toronto und Luanda. Im Sommer bestehen zudem Verbindungen ab Montreal, Brest und Brive.

Vom internationalen Flughafen Francisco Sá Carneiro aus nehmen Sie die Metro. Die Linie E bringt Sie in nur 30 Minuten ins Zentrum. Von Porto aus können Sie die Region Minho über folgende Verkehrswege erreichen: Über die A3 gelangen Sie nach Vila Nova de Cerveira, Melgaço und Monção; über die A7 nach Guimarães. Für eine Fahrt in die Region Trás-os-Montes nehmen Sie die A4. Sie können auch mit dem Zug fahren (von den Bahnhöfen São Bento oder Campanhã) oder Überlandbusse nehmen, die vom Zentrum Portos aus in verschiedene Orte dieser Regionen fahren. 

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