Nachtleben in Porto

Die Baixa von Porto hat sich in den letzten Jahren verändert. Praktisch überall, an allen Ecken, Straßen und Plätzen des Viertes haben neue Restaurants, Kneipen und Klubs eröffnet. Diese nicht aufzuhaltende Entwicklung hat das Herz der Stadt zum Mittelpunkt des Nachtlebens gemacht. Trotz dieser Veränderung finden Sie hier aber auch alteingesessene Lokale, die die Nacht der Stadt seit Jahrzehnten zum Tag machen. Egal, wo Sie sind, hier ist überall etwas los.  

CC BY-NC-SA – Município do Porto

CC BY-NC-SA - Município do Porto

 
 

Die Nächte in Porto sind lang und abwechslungsreich. Gehen Sie es deshalb ruhig gemütlich an. Nutzen Sie den späten Nachmittag, um sich in einem der historischen Cafés der Stadt zu entspannen. Das Bekannteste ist das Majestic. Es befindet sich in der belebtesten Straße der Stadt, der Rua de Santa Catarina. Sich an einen seiner Tische zu setzen, bedeutet, zurück in den Luxus und den Glamour der 20er-Jahre zu reisen. Im Zentrum Portos, auf der Avenida dos Aliados, befindet sich das aus den 30er-Jahren stammende Café Guarany, zu dessen aktuellem Abendprogramm auch live gesungener Fado gehört.

Warum Sie hierher kommen sollten

  • Kulturerbe
  • Nachtleben
  • Gastronomie
  • Architektur

Zum Abendessen bietet sich Ihnen eine große Auswahl: von einer scharfen francesinha mit Fleisch und Wurst, dem bekanntesten Sandwich der Stadt (für manche eine der besten der Welt) bis hin zu den neuen Restaurants mit kreativer Küche und internationalen Speisen; von den Restaurants mit traditionellen portugiesischen Gerichten bis zu Lokalen mit internationaler Küche; vom Burger bis zum japanischen Restaurant.

In den Restaurants an der Uferpromenade Cais da Ribeira können Sie beim Abendessen einen herrlichen Ausblick auf den Douro-Fluss und die beleuchteten Brücken genießen. Das Angebot der regionalen Küche ist hier sehr groß. Dazu empfiehlt sich ein Glas Wein aus der Douro-Region oder aus der Region des Vinho Verde. Unser Tipp: arroz de polvo (Reis mit Tintenfisch), bacalhau com migas de broa e grelos (Kabeljau mit Brot und Sprossen) oder bolinhos de bacalhau (Kabeljaubällchen).

Nach dem Abendessen ist ein Spaziergang durch das historische Zentrum eine gute Idee. Einige Straßen wurden erst vor Kurzem saniert, darunter die Rua das Flores, die bis zum Convento de São Domingos führt. Heute wird dieses ehemalige Kloster für Veranstaltungen genutzt. Wie wäre es mit einem Konzert? Nur wenige Schritte vom Kloster entfernt befindet sich der alte Mercado Ferreira Borges. Der Markt, ein beeindruckender Stahlbau aus dem Jahr 1885, wird seit 2010 wird für verschiedenste Events (von Hip-Hop bis Rock) genutzt.

Falls Ihnen das Angebot gefällt, können Sie auch ein Konzert im Coliseu do Porto besuchen, eine echte Referenz im Kulturleben der Stadt. Falls nicht, gehen Sie in Richtung des Casa da Música, im Viertel Boavista. Hier können Sie Livemusik hören (das Angebot reicht von gehobener Musik bis zu modernster Tanzmusik) und die Arbeit des weltbekannten Architekten Rem Koolhaas bewundern.

Was Zu Tun

  • Probieren Sie eine francesinha, das bekannteste Gericht der Stadt.
  • Setzen Sie sich in ein Straßencafé des Viertels Ribeira und beobachten Sie das bunte Treiben und die Gepflogenheiten der Bewohner Portos.
  • Besuchen Sie ein Konzert im Casa da Música.

Auf dem Dach des Casa da Música öffnet zweimal im Monat eine Bar, die sich den Bereich mit einem Restaurant teilt. Neben international bekannten DJs treten hier auch junge Talente der portugiesischen Tanzmusik auf. Die Getränkekarte mit Weinen, Sekt und Champagner (auch glasweise) lässt kaum Wünsche offen. Hier unser Tipp: Steigen Sie auf den Polyeder von Rem Koolhaas und erleben Sie die Stadt aus einer anderen Perspektive heraus.

Das bunte Treiben in der Baixa

Die Baixa von Porto hat sich in den letzten Jahren auch zum Herzen des Nachtlebens der Stadt entwickelt. Es vergeht kein Monat, ohne dass eine neue Bar oder Disco, ein Restaurant oder Café eröffnet.

Die Nacht kann beim Café Piolho, der Laus, beginnen, wie das Café Âncora D’Ouro auf dem Praça Parada Leitão von den Einwohnern Portos auch liebevoll genannt wird. Zu unserer Linken befindet sich die Kirche Igreja do Carmo mit ihrem eindrucksvollen Wandbild aus Azulejos; von uns das Rektorat der Universität von Porto.

Seit seiner Gründung im Jahre 1909 ist das Piolho ein Treffpunkt der Studenten und die Wände des Cafés sind übersät mit ihren Widmungen. Und obwohl hier an den Wochenenden einiges los ist, findet man doch fast immer einen Platz.

Nachts ist in der Baixa alles zu Fuß zu erreichen. Nur wenige Schritte vom Piolho entfernt bietet der neugestaltete Largo de Mompilher eine gute Alternative. Zu dem Kiosk aus den 1930er-Jahren haben sich in letzter Zeit einige Kneipen gesellt. An den Wochenenden treffen sich hier Touristen und Einheimische in Scharen. Man trinkt Sekt, Wein, oder, häufiger, einen fino – so nennt man in Porto und im Norden Portugal ein Bier vom Fass.

Das wird Ihnen gefallen

  • Beginnen Sie die Nacht mit einem Glas Portwein, egal ob rot, weiß oder rosé.
  • Reisen Sie in einem der historischen Cafés Portos in den Anfang des 20. Jh. zurückversetzt.
  • Ziehen Sie in den belebten Straßen Cândido dos Reis und Galerias de Paris in der Baixa von Porto von Kneipe zu Kneipe.

Der Largo de Mompilher ist auch ein beliebter Ort für Liebhaber des Gin, der bei den Nachtschwärmern in letzter Zeit immer beliebter wird. Von den üblichen trockenen Gins bis hin zu fruchtigen Varianten kann man sich in der Baixa jetzt auf eine wahre Gin-Tour begeben, serviert von Profis. Vergessen Sie auch auf keinen Fall, den Portwein zu probieren, sowie die aus diesem „Gold Portos“ neuerdings kreierten Cocktails.

Die Nacht in der Baixa verbringt man entweder auf der Straße (trinkend und sich unterhaltend) oder in einer der Kneipen, von denen einige mit ausgefallenen Angeboten überraschen. So gibt es z. B. eine Bar in der Sie zu den alkoholischen Getränken (Tequila, Gin, Wodka, Portwein) das passende Gebäck gereicht wird. Auch an „gay friendly“ Orten fehlt es hier nicht. Auch doppelt genutzte Räume, Mischungen aus Kunstgalerie, Konzertsaal und Bar, finden sich, eine für Porto typische Erscheinung.

Viele dieser Bars und Klubs befinden sich in Gebäuden, die früher anderweitig genutzt wurden: als Modegeschäfte, Tee- oder Kaffeehäuser, Buchhandlungen, Konditoreien ... Die Meisten haben ihr ursprüngliches Aussehen bewahrt, weshalb ein nächtlicher Ausflug gleichzeitig zu einer Geschichtsstunde wird.

Der Großteil der neuen Einrichtungen hat sich in den Straßen Cândido dos Reis und Galeria de Paris angesiedelt. Die beiden Parallelstraßen sind in Porto auch als „as galerias“) bekannt. Hier finden Sie Kneipen mit einem breit gefächerten Musikangebot - von euphorischem House bis hin zu Indie-Rock. Richtig los geht es hier erst nach Mitternacht.

Bis dahin verbringen Sie die Zeit am besten mit einem Glas Wein oder einem Tee in einem der vielen Cafés im Vintage-Stil. Die Wahl des Abendessens wird Ihnen nicht leicht gemacht – probieren Sie ein mit Schinken oder Aufschnitt belegtes Brötchen in den tascas. Diese einfachen Esskneipen sind aus der Stadt nicht wegzudenken.

In Porto geht die Nacht wirklich erst unter, wenn die ersten Sonnenstrahlen am Himmel erscheinen. Wenn Sie gerne bis spät in die Nacht hinein tanzen wollen, dann sind die Baixa, Foz oder das Industriegebiet die richtige Wahl. Bei vielen international bekannten DJs steht die Stadt mittlerweile fest auf dem Tourkalender.

Was Sie wissen müssen

  • Wenn Sie gerne die Nacht durchtanzen, ist es gut zu wissen, dass die meisten Klubs und Discos erst um sechs Uhr morgens schließen. Die Kneipen in der Baixa schließen um vier Uhr morgens.
  • Ihre längste und ausgelassenste Nacht feiert die Stadt in der Johannisnacht, beim traditionellen São João. Vom 23. auf den 24. Juni füllen sich die Straßen, die Menschen ziehen umher, essen Sardinen und tanzen, wo sich die Gelegenheit bietet.
  • Weitere Unterhaltungsangebote in Porto finden Sie hier (http://www.visitporto.travel/Visitar/Paginas/Descobrir/.UUHduRwqzz5)

Die längste Nacht des Jahres

In Porto können alle Nächte lang werden. Keine ist jedoch für so viele Leute so lang, wie die São João, die Johannisnacht.
 
Es ist ganz klar: Wenn Sie in Porto unterwegs sind und Ihnen aus dem Nichts heraus mit einem Plastikhammer auf den Kopf geschlagen wird, dann ist es die Zeit eben dieses Volksfestes, das jedes Jahr vom 23. auf den 24. Juni stattfindet. Es handelt sich um ein katholisches Fest (zu Ehren der Geburt Johannes’ des Täufers), das aber auch viele heidnische Bräuche aufweist und deshalb von allen gefeiert wird.
 
Es ist ein Fest der Traditionen: von den eher neueren martelinhos (kleine Plastikhämmerchen, die von Tausenden genutzt werden) bis hin zu den traditionellen Lauchstengeln; vom Feuerwerk am Douro-Fluss bis hin zu den an allen Ecken und Enden der Stadt gegrillten Sardinen.
 
Als wäre all das noch nicht genug, finden in der ganzen Stadt Dutzende Straßenfeste statt. Eine kleine Anmerkung: Die Straßenfeste in Fontainhas und Miragaia gehören zu den beliebtesten. Falls Sie einen guten Platz wollen, sollten Sie deshalb früh kommen.
 
Nachtschwärmer mit guter Kondition ziehen zu Fuß das Flussufer von Ribeira bis Foz do Douro entlang, wo sie sich am Strand den Sonnenaufgang ansehen können. Nach so viel Unterhaltung ist es gut, dass der 24. Juni ein Feiertag zum Ausruhen ist.

Anreise

Es bestehen verschiedene direkte Flugverbindungen nach Porto. Sollten Sie sich für einen Low-Cost-Carrier entscheiden, so gibt es Verbindungen ab London (Stansted und Gatwick), Birmingham, Paris (Beauvais, Orly, Vatry und Charles de Gaulle), Marseille, Dole, Lille, Straßburg, Tours, St-Etienne, Saint-Étienne, Bordeaux, Lyon, Nantes, Madrid, Barcelona El Prat, Valencia, Mailand Bergamo, Rom Ciampino, Brüssel (Charleroi und Zaventem), Eindhoven, Maastricht, Amsterdam, Genf, Basel-Mulhouse, Dortmund, Frankfurt Hahn, Karlsruhe Baden, Nürnberg, Hamburg, Lübeck, München Memmingen und Düsseldorf Weeze.

Im Sommer fliegen Low-Cost-Carrier ab Liverpool, Dublin, Bologna, Toulouse, Clermont Ferrand, Carcassonne, La Rochelle, Limoges, Rennes, Limoges, Rennes, Las Palmas, Palma de Mallorca, Teneriffa und Bremen.

Mit traditionellen Fluggesellschaften erreichen Sie Porto ab London (Gatwick und Heathrow), Madrid, Barcelona, München, Frankfurt, Paris Orly, Caracas, Genf, Luxemburg, Amsterdam, Mailand Malpensa, Zürich, New York, São Paulo, Rio de Janeiro, Brüssel Zaventem, Rom Fiumicino, Toronto und Luanda. Im Sommer bestehen zudem Verbindungen ab Montreal, Brest und Brive.

Vom internationalen Flughafen Francisco Sá Carneiro aus nehmen Sie die Metro. Die Linie E bringt Sie in nur 30 Minuten ins Zentrum.

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