Naturpark Alvão

Im Norden Portugals, zwischen Vila Real und Mondim de Basto, liegt ein kleines Paradies namens Parque Natural do Alvão. Auf nur 70 Quadratkilometern leben hier vom Aussterben bedrohte Tiere und Vögel. Eine große Attraktion des 1983 gegründeten Naturparks Alvão sind die Wasserfälle Fisgas do Ermelo, die zu den größten Europas zählen.

CC BY-NC-ND - Manuel Carreira

CC BY-NC-ND - Associação Montesinho Vivo

 
 

Im Vergleich mit anderen Nationalparks ist der Park Alvão relativ klein. Er verfügt über ein differenziertes Geländerelief, bei sich zwei Gebiete klar voneinander abheben, die den Park in der Mitte teilen. Das höher gelegene Gebiet steigt auf über 1000 Meter an und umfasst die Serra do Alvão und die Hochebene Lamas de Olo. Das niedrigere Gebiet besteht aus Tälern, in denen der Olo-Fluss fließt und in dem sich auch die Dörfer Ermelo und Fervença befinden.

Warum Sie hierher kommen sollten

  • Ursprüngliche Landschaft
  • Freie Natur
  • Vogelbeobachtung

Die landschaftliche Vielfalt macht den Park zum idealen Lebensraum für verschiedenste Tierarten. Folgen Sie einem der Wanderwege des Parks und entdecken Sie Wölfe, Wildkatze und den zur Familie der Maulwürfe gehörenden Pyrenäendesman. Am Himmel können Sie Wanderfalken und, mit etwas Glück, auch Steinadler sehen. In den Flüssen finden sich Forellen, Karpfen und Barben.

Sie können auch einen Ausflug mit dem Auto auf der 35 km langen Strecke zwischen dem Stausee Cimeira do Alvão und dem Wasserfall Fisgas de Ermelo unternehmen. Unterwegs können Sie die Dörfer, die Flora und die Fauna des Parks kennenlernen, allen voran das für die Hochebene des Parks typische Marão-Rind. Halten Sie am Aussichtspunkt Lamas de Olo an und werfen Sie einen Blick auf das Bergdorf inmitten der grünen Landschaft.

Was Zu Tun

  • Die Tiere des Parks zu beobachten, z. B. den Steinadler.
  • Sich in aller Ruhe die Schönheit des Wasserfalls Fisgas do Ermelo anzusehen.
  • Die typische Architektur der Häuser im Dorf Lamas de Olo zu entdecken.

Wasserfälle und Seen

Die Region ist sehr wasserreich. Die in den höher gelegenen Gebieten entspringenden Wasserläufe fließen durch enge Täler und stürzen an einigen Stellen, wie dem Wasserfall Fisgas de Ermelo, steil den Berg hinab. Der vom Olo-Fluss gespeiste, rund 250 Meter hohe Wasserfall gehört zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Naturparks Alvão.

Auch die Wasserfälle von Bilhó sollten bei einem Besuch des Parks nicht fehlen. Auf seinem Weg formt der Cabrão-Fluss natürliche Seen und kleine Wasserfälle von beeindruckender Schönheit. Falls es die Wetterlage zulässt, sollten Sie unbedingt die Gelegenheit für ein Bad im kristallklaren Wasser des Flusses nutzen. Sie erreichen die Wasserfälle über die Straße EN312, die Cavernelhe mit Bilhó verbindet.

Das wird Ihnen gefallen

  • In den Wasserläufen des Parks zu baden.
  • Auf dem Picknickplatz am Stausee von Cimeira zu rasten und sich mit regionalen Produkten zu stärken

Sie können auch die beiden Wasserfälle Agarez und Galegos da Serra besuchen. Auf dem Fußweg dorthin können Sie die Flora des Parks bewundern, insbesondere die Eichen, Kastanien, Birken und Heidekräuter. In der Nähe der Bäche findet sich sogar eine fleischfressende Pflanze, der rundblättriger Sonnentau. Wenn Sie das Abenteuer mögen, so können Sie die Wasserläufe des Parks auch zum Canyoning oder Rafting nutzen.

Im Wasser der Stauseen Fundeira und Cimeira spiegeln sich die Gipfel der Gebirge Alvão und Marão. Der Stausee Cimeira bietet vielen Tierarten Schutz, so z. B. Ottern, die Sie hier beobachten können.

Die Dörfer des Naturpark Alvão

In den Dörfern des Naturparks Alvão verstreichen die Tage noch gemächlich. Neben den ländlichen Tätigkeiten wie dem Eintreiben der Rinder, der Arbeit auf dem Feld und dem Brot backen, finden die Bewohner immer gerne Zeit, um Besucher willkommen zu heißen. Nutzen Sie die Gastfreundschaft und probieren Sie das traditionelle Rauchfleisch der Region, am besten mit einem im Holzofen gebackenen Brot.

Was Sie wissen müssen

  • Der Naturpark Alvão hat eine Fläche von 7365 Hektar und ist von der Stadt Vila Real und dem Ort Mondim de Basto aus per Auto zu erreichen.
  • Falls Sie den Park im Winter besuchen, denken Sie an die niedrigen Temperaturen. Oft sind die höchsten Stellen des Parks komplett mit Schnee bedeckt.
  • Die Stadt Porto ist rund 115 Kilometer vom Herzen des Naturparks Alvão entfernt.

Bei einem Besuch im Naturpark lässt der Anblick der aus Schiefer, Granit und Stroh gebauten Häuser in den typischen Dörfern Fervença, Ermelo und Lamas de Olo niemanden unbeeindruckt. In Lamas de Olo leben die Menschen noch unter Strohdächern. Die Ortschaft ist von Wiesen und Äckern umgeben, die die Bewohner mit Nahrung versorgen.

Das Dorf Ermelo hat seine mit Schiefer gedeckten Häuser aus Granit bewahrt. Hier können Sie auch die Kirche und den Pranger besichtigen. In der Ortschaft Barreiro können Sie die im Westen gelegene Landschaft, in der sich leicht die dreieckige Form des bei Modim de Basto gelegenen Bergs Farinha ausmachen lässt. 

Anreise

Es bestehen verschiedene direkte Flugverbindungen nach Porto. Sollten Sie sich für einen Low-Cost-Carrier entscheiden, so gibt es Verbindungen ab London (Stansted und Gatwick), Birmingham, Paris (Beauvais, Orly, Vatry und Charles de Gaulle), Marseille, Dole, Lille, Straßburg, Tours, St-Etienne, Saint-Étienne, Bordeaux, Lyon, Nantes, Madrid, Barcelona El Prat, Valencia, Mailand Bergamo, Rom Ciampino, Brüssel (Charleroi und Zaventem), Eindhoven, Maastricht, Amsterdam, Genf, Basel-Mulhouse, Dortmund, Frankfurt Hahn, Karlsruhe Baden, Nürnberg, Hamburg Lübeck, München Memmingen und Düsseldorf Weeze.

Im Sommer fliegen Low-Cost-Carrier ab Liverpool, Dublin, Bologna, Toulouse, Clermont Ferrand, Carcassonne, La Rochelle, Limoges, Rennes, Limoges, Rennes, Las Palmas, Palma de Mallorca, Teneriffa und Bremen.

Mit traditionellen Fluggesellschaften erreichen Sie Porto ab London (Gatwick und Heathrow), Madrid, Barcelona, München, Frankfurt, Paris Orly, Caracas, Genf, Luxemburg, Amsterdam, Mailand Malpensa, Zürich, New York, São Paulo, Rio de Janeiro, Brüssel Zaventem, Rom Fiumicino, Toronto und Luanda. Im Sommer bestehen zudem Verbindungen ab Montreal, Brest und Brive.

Von Porto aus erreichen sie den Naturpark Alvão am besten mit dem Auto. Fahren Sie auf der A4 bis Vila Real. Von dort sind es bis zum Park rund 20 Kilometer. 

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