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Naturpark Litoral Norte

CC BY-NC-ND - Município de Caminha

CC BY-NC-ND AssociaçÃo Turismo do Porto e Norte, AR.

CC BY-NC-ND - C.M. Caminha

CC BY-NC-ND - Rafting Atlántico

 
 
 
 

Das Wechselspiel von Meer, Fluss, Ackerflächen und kleinen Bergen, die als Aussichtspunkte dienen, macht den Parque Natural Litoral Norte zu einem Ort, der seinesgleichen sucht. Neben einer außergewöhnlichen Landschaft treffen Sie hier auch auf ideale Bedingungen für verschiedene Wassersportarten. 

    • Ursprüngliche Landschaft
    • Freie Natur
    • Vogelbeobachtung
    • Sport
    • Entdecken Sie weitläufige Strände, versteckt hinter Dünen aus weißem Sand.
    • Besuchen Sie die Windmühlen von Apúlia, ein Städtchen mit großer Tradition bei der Fischerei und der Landwirtschaft.
    • Beobachten Sie die Tier- und Pflanzenwelt der Flussmündungen des Cávado und des Neiva.
    • Versuchen Sie sich im Meer und auf dem Fluss mit verschiedenen Wassersportarten: Surfen, Windsurfen, Kitesurfen oder Kanufahren. Es gibt Angebote für alle Altersstufen.
    • Sich vom Gipfel des Monte São Lourenço aus von der landschaftlichen Vielfalt des Naturparks zu überzeugen.
    • Die regionale Küche: Fisch aus dem Fluss oder dem Meer, lokales Gemüse und clarinhas, die berühmteste Süßspeise der nördlichen Küstenregion.
    • Aufgrund der Nähe zum Atlantik sind die Temperaturen hier das ganze Jahr über recht mild.
    • Die Monate von Oktober bis März eignen sich am besten, um Vögel in den Flussmündungen des Cávado und des Neiva zu beobachten.
    • Das Städtchen Apúlia, Ausgangspunkt für einen Besuch im Park, ist rund 45 km von Porto entfernt.

Der Parque Litoral Norte umfasst die Küste zwischen der Mündung des Neiva und dem Städtchen Apúlia, im Kreis Esposende. Der 18 Kilometer lange Küstenstreifen bietet fast menschenleere Strände und schöne, weiße, aber auch empfindliche Dünen; Flüsse und Flussmündungen; Pinienwälder, Gebirge und Dörfer. Die 476 Hektar gehören zu den ursprünglichsten und schönsten Künstenabschnitten Portugals.

Das dem Meer zugewandte Gebiet lohnt einen Besuch. Wen das Abenteuer reizt, den interessiert es bestimmt, dass dieses Gebiet zu Portugals wichtigsten Wind- und Kitesurf-Revieren zählt. (Beim Kitesurfen lässt man sich auf einem Brett von einem Lenkdrachen über das Wasser ziehen). Grund hierfür ist der Wind, der hier regelmäßig mit stärke weht als in anderen Teilen des Landes. Verschiedene Surfschulen bieten hier unter sicheren Bedingungen Schnupperkurse für diese Extremsportarten an.

Wenn Sie lieber einfach nur im Meer baden wollen, dann sind Sie hier, in einem der wichtigsten Badegebiete Nordportugals, genau richtig. Die Strände von Ofir, Esposende und Apúlia sind recht belebt. Es finden sich aber auch ruhigere Strände mit klarem Wasser, an denen Sie in aller Ruhe spazieren gehen können, z. B. der Praia de Belinho oder der Praia de Rio de Moinhos.

Die wichtigsten Wasserläufe des Parks sind die Flüsse Neiva und Cávado. Auch sie eignen sich immer zum Baden oder für Wassersport. Der Cávado-Fluss mit seiner breiten Flussmündung wird viel zum Kanufahren genutzt. Aus diesem Grund fällt es auch nicht schwer, Kanuschulen mit Einsteigerkursen zu finden.

Der Strand und die Mühlen von Apúlia

Eine weitläufige Fläche und Dünen mit feinem Sand sind der Standort für eine Reihe von Windmühlen, die heute kein Korn mehr malen, sondern als Ferienhäuser dienen. Dies ist die idyllische Landschaft des Praia da Apúlia, einem der schönsten Strände des Naturpark Litoral Norte.

Das Wasser von Apúlia ist stark jodhaltig, weshalb hier auch viele Meeresalgen gibt. Viele Jahre lang war die Ernte dieser Algen, dem sogenannten sargaço, eine traditionelle Beschäftigung, der die Bevölkerung insbesondere von Juli bis September nachging.

So entstand die Figur des sargaceiro da Apúlia, mit eigener Tracht und Utensilien für den Kampf gegen die Wellen und für die Ernte der Algen. Den Frauen kam die Aufgabe zu, die Algen vom Strand bis an den zum Trocknen ausgewählten Ort zu befördern. Danach wurden die Algen als Dünger für die umliegenden Ackerflächen genutzt.

Werfen Sie noch einen letzten Blick auf die Mühlen am Strand bevor Sie sich auf den Percurso das Masseiras begeben (ein 6,9 km langer Wanderweg mit niedrigem Schwierigkeitsgrad). Auf diesem Weg können Sie die sogenannten masseiras bewundern, eine einzigartige Form der Landwirtschaft. Entstanden im 18. Jh. besteht sie darin, die Flächen bei den Dünen bis auf den Grundwasserspiegel abzugraben. Dank des Grundwassers benötigt das angebaute Gemüse kaum zusätzliches Wasser oder extra Dünger, wie z. B. den sargaço.

Gehen Sie weiter bis zur Lagoa da Apúlia. Die Lagune wird von verschiedenen Vogelarten als Nistplatz oder, während der Wanderzeit, als Rastplatz genutzt. Die Vegetation an der Lagune wird vom Schilf beherrscht. Lassen Sie die Lagune hinter sich und ziehen Sie weiter in Richtung des Zentrums von Apúlia. Unterwegs stoßen Sie auf kleine Wälder mit Weiden, Eichen und Erlen, sowie auf verschiedene Ackerflächen.

Nach dieser Wanderung haben Sie sich eine Stärkung in einem der Restaurants des Städtchens verdient. Wie wäre es mit einem gegrillten Fisch, schließlich sind Sie ja am Meer? Als Beilage empfiehlt sich Gemüse aus der Region und ein erfrischendes Glas Weißwein aus dem Anbaugebiet des Vinho Verde.

Zwischen Fluss und Himmel

Die artenreichsten Gebiete des Naturparks Litoral Norte liegen entlang der Mündungen der Flüsse Cávado und Neiva. In diesen Mündungen finden sich Fische wie das Neunauge, der Maifisch und Aale. Außerdem können Sie hier Stockenten, Kappenreiher und Kormorane beobachten.

Im Park stößt man oft auf Pinienwälder, wobei der Pinhal de Ofir eine gute Gelegenheit bietet, die Tier- und Pflanzenwelt der Region zu beobachten, sich ein schattiges Plätzchen zu suchen und sich an heißen Sommertagen auszuruhen. Nach der Rast überqueren Sie die Stahlbrücke von Fão und gehen bis Esposende, genauer bis zum Ort Vila Chã, wo Sie das Castro de S. Lourenço besuchen können.

Die befestigte Siedlung wurde am Ende der Bronzezeit errichtet und war während der Eisenzeit, der Zeit der Römer sowie im Mittelalter bewohnt. Sie wurde wiederaufgebaut und heute können Reste der Häuser, die auf verschiedenen Ebenen des Monte de São Lourenço errichtet wurden, besichtigt werden.

Bevor Sie den Hügel hinabsteigen, sollten Sie noch einmal die Landschaft mit dem Grün der Felder und dem Blau des Flusses und des Meeres genießen. Lassen Sie die Siedlung hinter sich und gehen Sie ins Zentrum von Esposende, um sich in einem Straßencafé zu entspannen und eine der bekanntesten Süßspeisen der Region zu probieren, die clarinhas (Blätterteigtaschen mit einer Füllung aus Kürbis und geschlagenem Eigelb).

Die Volksfeste und Wallfahrten gehören zum kulturellen Erbe der Region. Das wohl bekannteste Fest ist die Romaria de São Bartolomeu do Mar. Jedes Jahr besuchen tausende von Menschen den Ort, um am 24. August das banho santo, das „heilige Bad“, zu begehen. Ein Ritual bei dem u. a. Kinder in das Meer getaucht werden. Auf diese Weise versucht man, sie von ihren Ängste zu heilen. 

Anreise

Es bestehen verschiedene direkte Flugverbindungen nach Porto. Sollten Sie sich für einen Low-Cost-Carrier entscheiden, so gibt es Verbindungen ab London (Stansted und Gatwick), Birmingham, Paris (Beauvais, Orly, Vatry und Charles de Gaulle), Marseille, Dole, Lille, Straßburg, Tours, St-Etienne, Saint-Étienne, Bordeaux, Lyon, Nantes, Madrid, Barcelona El Prat, Valencia, Mailand Bergamo, Rom Ciampino, Brüssel (Charleroi und Zaventem), Eindhoven, Maastricht, Amsterdam, Genf, Basel-Mulhouse, Dortmund, Frankfurt Hahn, Karlsruhe Baden, Nürnberg, Hamburg Lübeck, München Memmingen und Düsseldorf Weeze.

Im Sommer fliegen Low-Cost-Carrier ab Liverpool, Dublin, Bologna, Toulouse, Clermont Ferrand, Carcassonne, La Rochelle, Limoges, Rennes, Limoges, Rennes, Las Palmas, Palma de Mallorca, Teneriffa und Bremen.

Mit traditionellen Fluggesellschaften erreichen Sie Porto ab London (Gatwick und Heathrow), Madrid, Barcelona, München, Frankfurt, Paris Orly, Caracas, Genf, Luxemburg, Amsterdam, Mailand Malpensa, Zürich, New York, São Paulo, Rio de Janeiro, Brüssel Zaventem, Rom Fiumicino, Toronto und Luanda. Im Sommer bestehen zudem Verbindungen ab Montreal, Brest und Brive.

Ausgangspunkt für Ihre Entdeckungsreise in den Naturpark an der Nordküste ist die Ortschaft Apúlia. Sie befindet sich gut 40 Kilometer von Porto entfernt und ist mit dem Auto über die A28 zu erreichen. Alternativ können Sie auch die Nationalstraße N 13 benutzen, die Sie über verschiedene Städte und Dörfer an der Küste mitten in den Parque Natural Litoral Norte bringt.

Wo

Anmerkungen