Naturpark Montesinho

Im Parque Natural de Montesinho finden Sie, versteckt zwischen Bergen und Tälern, harmonisch mit dem Landschaftsbild verschmolzene Dörfer. Nutzen Sie die frische Bergluft für eine Wanderung und entdecken Sie die Tier- und Pflanzenwelt der Region. Fans von Outdoor-Abenteuern bietet der Park u. a. gute Klettermöglichkeiten.

CC BY-NC-ND - Associação Montesinho Vivo

CC BY-NC-ND - Manuel Carreira

 
 

Der Parque Natural de Montesinho liegt in der Region Trás-os-Montes, im Nordwesten Portugals. Er gehört zu den größten Naturparks des Landes. Die größtenteils aus Schiefer und Granit bestehenden Berge bilden tiefe Täler, in denen kristallklare Flüsse eine artenreiche- Tier und Pflanzenwelt ermöglichen.

Neben der schönen Natur des Parks sind besonders die baulichen Leistungen der Menschen beachtenswert. Zum Park gehören mehrere Dörfer, darunter Montesinho, dem der Park seinen Namen verdankt, Rio de Onor und Guadramil. In diesen Orten ist es der Bevölkerung gelungen, sich geschickt der Landschaft anzupassen und ihre Schiefer- und Granithäuser hervorragend in das Landschaftsbild einzufügen.

Die größte Überraschung bei einem Besuch der Dörfer besteht darin, festzustellen, dass es sich hier um wahre Kommunen handelt. Die Bewohner teilen sich die öffentlichen Güter, d. h. der zum Backen von Brot verwendete Holzofen, die Schmiede, die Tenne, die Mühle, der Waschplatz, die Ackerflächen, die Wiesen und der Stier des Dorfes werden, nach seit Jahrhunderten unveränderter Tradition, von den Bewohnern gemeinschaftlich genutzt und verwaltet.

Egal, wie viele Dörfer Sie besuchen, Rio de Onor ist auf jeden Fall ein Muss. Das Dorf ist am besten erhaltene Kommune des Parks, aber das ist nicht alles. Durch das Gebiet verläuft die Grenze zwischen Portugal und Spanien. Die spanische Seite trägt sogar einen anderen Namen, nämlich Rihonor de Castilla. Die Familien- und Freundschaftsbande der Bewohner lassen die Grenze jedoch fast verschwinden.

In jedem Dorf des Parks können Sie das Rauchfleisch von Trás-os-Montes sowie das hervorragende Rindfleisch der Region probieren. Kosten Sie es zusammen mit einem Rotwein aus der Region Trás-os-Montes. Für alle, die es lieber süß mögen, finden sich hier Desserts aus Eiern und den von den Bienen im Park gesammelten Honig. Probieren Sie ein Glas heiße Milch mit diesem Honig. Ein wahrhaft köstliches Getränk!

Unterwegs in den Bergen und Tälern

Im Relief des Naturparks heben sich die die höchsten Punkte ab: die Serra da Coroa (im Westen) und die Serra de Montesinho (im Osten), die Sie entweder zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Auto erkunden können.

Wenn Sie sich für das Auto entscheiden, sollten Sie die Stadt Bragança als Orientierungspunkt nutzen. Fahren Sie über die Dörfer Rabal und França bis zur Ortschaft Montesinho. In França können Sie eine restaurierte Mühle besuchen, die zur Zeit von der Bevölkerung genutzt wird. Oder fahren Sie von Bragança aus bis zum Dorf Gimonde, wo die Flüsse Sabor, Onor und Ribeira do Frio zusammenlaufen und von drei Brücken überquert werden. Von hier aus gehen Sie auf Entdeckungsfahrt in Richtung der Dörfer Babe, Palácios und Caravela. Besuchen Sie die örtlichen Museen und vertiefen Sie ihr Wissen über den Anbau und die Verarbeitung des Flachses oder die traditionelle Küche der Region Trás-os-Montes.

Um die Schönheit der Region in aller Ruhe zu genießen, können Sie einem der Rad- oder Wanderwege des Parks folgen, die unterschiedliche Schwierigkeitsgrade aufweisen. Die gut 40 Kilometer lange Mountainbike-Strecke „Serra do Montesinho“ beginnt im Dorf Montesinho und führt durch den Ort Cova da Lua, wo man traditionelle Taubenschläge und die typischen Häuser der Region bewundern kann. Die durch den Park verlaufende Strecke wird ständig vom Fluss begleitet. 

Der Wanderweg Termas do Tuela ist knapp acht Kilometer lang. Er verläuft teilweise am Ufer der Flüsse Quintela und Tuela entlang und führt durch die Ortschaften Fresulfe und Dine. Unterwegs können Sie auch die traditionellen Kalköfen von Dine, die Mühle von Fresulfe und die Thermalquelle des Flusses Tuela besuchen. Hier sind, neben den Quellen, auch vier anthropomorphe Badestellen, zwei kleine Becken und ein Abwassersystem zu sehen.

Wenn Sie Adrenalin mögen, können Sie auf Klettertour gehen oder ihren Orientierungssinn in den herrlichen Landschaften der Region testen. Sollten Sie Wassersport lieben, so können Sie auf einem der Flüsse des Parks eine Kanufahrt oder Canyoning-Tour machen.

Beobachtung der Tier - und Pflanzenwelt

Einer der größten Schätze des Parque Natural de Montesinho ist die hier heimische Tier- und Pflanzenwelt. Bei den Pflanzen stechen insbesondere die ausgedehnten Wälder mit Pyrenäen-Eichen ins Auge, aber auch andere Arten wie Pappeln, Schwarzerlen, Weiden, Kastanien und Steineiche sind vertreten.

Was die Tierwelt betrifft, so leben im Park 240 Wirbeltierarten, darunter 150 Vogelarten. In den Flüssen, die durch den Naturpark fließen, sind Otter zu sehen und in den Bergen und Täler leben Wölfe, Wildschweine, Füchse, Rehe und Hirsche. Um Vögel zu beobachten, begeben Sie sich nach Lama Granda. Der Ort liegt in der Serra do Montesinho, zwischen den Dörfern França und Montesinho. Es ist der einzige Ort in Portugal, an dem der Wasserpieper wohnt und nistet. Am Himmel des Parks können Sie Steinadler, Bachstelzen, Felsenschwalben und manchmal Kappenreiher und Flussuferläufer beobachten.

Ein Besuch im Parque Biológico de Vinhais, in der Nähe der Ortschaft Vinhais, bietet Ihnen garantiert die Möglichkeit, Tiere zu beobachten. Der Naturpark hat eine Fläche von rund vier Hektar und fungiert als Infozenturm für die Flora, Fauna und Geologie sowie das kulturelle Erbe des Naturparks. Hier können Sie Hirsche und Wildschweine beobachten und erhalten weitere Informationen über die Vogel- und Pflanzenwelt der Region.

Anreise

Es bestehen verschiedene direkte Flugverbindungen nach Porto. Sollten Sie sich für einen Low-Cost-Carrier entscheiden, so gibt es Verbindungen ab London (Stansted und Gatwick), Birmingham, Paris (Beauvais, Orly, Vatry und Charles de Gaulle), Marseille, Dole, Lille, Straßburg, Tours, St-Etienne, Saint-Étienne, Bordeaux, Lyon, Nantes, Madrid, Barcelona El Prat, Valencia, Mailand Bergamo, Rom Ciampino, Brüssel (Charleroi und Zaventem), Eindhoven, Maastricht, Amsterdam, Genf, Basel-Mulhouse, Dortmund, Frankfurt Hahn, Karlsruhe Baden, Nürnberg, Hamburg Lübeck, München Memmingen und Düsseldorf Weeze.

Im Sommer fliegen Low-Cost-Carrier ab Liverpool, Dublin, Bologna, Toulouse, Clermont Ferrand, Carcassonne, La Rochelle, Limoges, Rennes, Limoges, Rennes, Las Palmas, Palma de Mallorca, Teneriffa und Bremen.

Mit traditionellen Fluggesellschaften erreichen Sie Porto ab London (Gatwick und Heathrow), Madrid, Barcelona, München, Frankfurt, Paris Orly, Caracas, Genf, Luxemburg, Amsterdam, Mailand Malpensa, Zürich, New York, São Paulo, Rio de Janeiro, Brüssel Zaventem, Rom Fiumicino, Toronto und Luanda. Im Sommer bestehen zudem Verbindungen ab Montreal, Brest und Brive.

Mit dem Auto fahren Sie auf der A4 Richtung Bragança. Von dieser Stadt aus ist der Eingang zum Naturpark Montesinho leicht zu erreichen. Die Entfernung zwischen Porto und dem Parque Natural de Montesinho beträgt rund 230 Kilometer.

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